Weingebiet: Valtellina

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das Valtellina

Weinbaulandschaft an der ValtellinaDie ersten historischen Quellen, in denen der Weinbau in diesem Tal erwähnt wird, gehen auf die Karolingerzeit zurück.
Im Niedermittelalter wurden die Arbeiten intensiviert, um das Land der Gemeinden oder Dörfer urbar zu machen und am rätischen Hang Terrassierungen anzulegen.
In jener Phase war der aktive Beitrag der religiösen Kongregationen und insbesondere der Benediktinermönche von großer Bedeutung.
Der Weinbau erreichte im XIX. Jahrhundert mit über 6.000 registrierten Hektaren in der Provinz sein größtes Ausmaß (1.764 ha terrassierte Rebflächen auf Hügeln und 4.725 ha auf den Schuttkegeln oder in der Talsohle gelegen). Auf mehr als einem Drittel davon wurde Nebbiolo angebaut, eine Weinrebe, die man zur damaligen Zeit lokal als Chiavennasca bezeichnete.
Mit Beginn der Nachkriegszeit wurden große Teile der auf den Schuttkegeln und am Fuße der Hänge gelegenen Weinberge durch Apfelplantagen ersetzt oder dem Weinbau im Rahmen der Urbanisierungsmaßnahmen entzogen.

Strukturdaten

Gesamte Rebfläche im Gebiet Valtellina / Provinz Sondrio (ha)

995

Gesamte Rebfläche mit Strukturschwierigkeiten (Höhenlage, starkes Gefälle, Terrassierungen) (ha)

915

Flächen mit Gefälle > 30% (ha)

400

Flächen in Höhenlagen > 500 m ü. d. M. (ha)

200

Terrassierte Flächen (ha)

915

Höhenmessungsgrenze der Weinberge (m ü. d. M.)

900

Verteilung der Weinberge mit Strukturschwierigkeiten auf dem Territorium


Fortsetzung am rätischen Hang (hydrografisch rechts) von Dubino bis Tirano, ab 300 bis 800 m ü.d.M.

(2006 aktualisierte Daten)


Aufteilung der Rebflächen

20 % der Rebflächen entfallen auf Betriebe, die über mehr als 3 ha verfügen. Jene Betriebe stellen 1 % aller Unternehmen dar. 3 % der Betriebe liegen in der Größenordnung zwischen 1 und 3 ha und bewirtschaften 15 % der gesamten Flächen. Mit 44 % erstreckt sich die Mehrheit der Betriebe über 0,2 bis 1 ha und nimmt 49 % der Flächen ein. 52 % der Betriebe haben nur weniger als 0,2 ha und bearbeiten 16 % aller Weingelände.

Weinbaulandschaft

Der Weinberg ist spezialisiert. Die Reben werden auf Terrassierungen geringer Dimensionen angebaut, die durch Trockenmauern gestützt sind. Die Mechanisierung ist auch dort schwierig, wo die Weinreben an terrassierten Erdwällen angebaut werden und die Wasserverteilung in speziellen kleinen Kanälen reguliert wird.

Die Rebfläche präsentiert eine beständige Anbauweise, vor allem im mittleren Teil des Tals. Der untere Teil des Tals weist verschiedene kompakte Weinbaugelände auf, die durch Waldgebiete, dauerhafte Wiesen und den Talweg der Nebentäler unterbrochen werden. Die Ortschaften liegen im Allgemeinen oberhalb der Weinberge, berührt von der Landwirtschaft. Die Bauernhäuser befinden sich hauptsächlich in den Dörfern und sind teilweise zu privaten Wohnhäusern umgebaut oder auch vermietet worden. In jüngster Zeit sind einige Agriturismen entstanden. Die Weinberge der Valtellina stehen derzeit unter keinem besonderen Landschafts- oder Umweltschutz.

Hauptsächlich angebaute Weinreben

Die Weinreben mit weißen Trauben machen nur 1 % der Produktion aus.
Die Weinreben mit roten Trauben sind:

  • Nebbiolo
  • Rossola nera
  • Pignola valtellinese
  • Fortana