Weingebiet: Aostatal

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Aostatal

Das Aostatal

Weinbaulandschaft an der AostatalDie Weinbautradition des Aostatals geht auf mehrere Jahrtausende zurück. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die Weinreben im Rahmen des Handelsaustausches schon früher als die römischen Legionäre in dieses Gebiet gekommen sind. Überreste von Amphoren, die in der Nekropole von Aosta aufgefunden worden sind und auf das V. Jahrhundert v. Chr. zurückgehen, sind wahrscheinlich die ersten Zeugnisse einer Weinbauaktivität.
Die wiederholten Aufgaben des Weinbaus infolge von Hungersnöten und der Invasionen der Barbaren und Sarazenen während und nach dem Fall des Römischen Reiches, endeten im Mittelalter. In jener Zeit wurden die Rebflächen wieder bewirtschaftet und die einheimischen Weinreben verbreitet. Die Einführung der traditionellen Weinreben erfolgte zwischen dem V. und dem XI. Jahrhundert n. Chr. Ende des 19. Jahrhunderts erreichten die Weinberge des Aostatals mit 3.000 ha Rebflächen die Epoche ihrer größten Ausdehnung. Nachdem die aus Übersee gekommenen Pflanzenkrankheiten auftraten, wurden in starkem Maß französische und piemontesische Rebsorten angepflanzt. Seit dieser Zeit konnte ein ständiger Rückgang der Rebflächen bis auf 500 ha im Jahr 2000 beobachtet werden, jenem Jahr, welches wieder eine Gegentendenz eingeleitete.

Strukturdaten

Gesamte Rebfläche der Region Aostatal (ha)

522

Gesamte Rebfläche mit Strukturschwierigkeiten (Höhenlage, starkes Gefälle, Terrassierungen) (ha)

315

Flächen mit Gefälle > 30% (ha)

191

Flächen in Höhenlagen > 500 m ü. d. M. (ha)

315

Terrassierte Flächen (ha)

135

Höhenmessungsgrenze der Weinberge (m ü. d. M.)

1.100

Verteilung der Weinberge mit Strukturschwierigkeiten auf dem Territorium

Von den Terrassierungen der Talsohle von Donnas bis zu den 1.100 m in der Gemeinde Morgex.

(2006 aktualisierte Daten)

Aufteilung der Rebflächen

Die Betriebe sind relativ klein: 67 % erstrecken sich über weniger als 0,2 ha. Auf sie entfallen 35 % aller Rebflächen. Dagegen liegen 31 % der Unternehmen in der Größenordnung von 0,2 bis 1 ha und bearbeiten 46 % der gesamten Rebflächen. Nur 2 % der Betriebe sind größer als 1 ha und repräsentieren 19 % aller Flächen.

Weinbaulandschaft

Die Reben werden in Weinbergen an Terrassierungen, die von Trockenmauern gestützt sind, an mit Gras bepflanzten Erdwällen und, wo es möglich ist, in Richtung des Gefälles angebaut. Aufgrund der Bodenstruktur und der geringen Regenfälle, die für diese Region typisch sind, werden bei der Regulierung und Kontrolle des Oberflächenwassers keine speziellen Verfahren angewandt.

Grundsätzlich herrscht in diesen Weingeländen eine Monokultur vor. In der Vergangenheit befanden sich die laubenförmig angelegten Weinberge in der Nähe anderer Kulturen (Futterpflanzen- und / oder Gemüseanbau). Um die Befahrbarkeit zu verbessern, sind in einigen Fällen Einschienenbahnen installiert worden. Die ländlichen Gebäude sind vielfach zu Privatwohnungen und / oder Touristenunterkünften umgebaut worden.


Hauptsächlich angebaute Weinreben


Die Weinreben mit weißen Trauben sind:

  • Prié blanc
  • Moscato bianco
  • Müller-Thurgau
  • Chardonnay
  • Pinot grigio
  • Petite Arvine
Die Weinreben mit roten Trauben sind:

  • Petit rouge
  • Nebbiolo
  • Pinot nero
  • Gamay
  • Fumin
  • Cornallin
  • Mayolet
  • Syrah